Sonntag, 28. März 2010

Bahngleis zwei

Es war früher Morgen, die Sonne war noch nicht aufgegangen. Die flackernde Bahnhofslaterne warf ein kaltes, weißes Neonlicht auf den Bahnsteig. Es war eisig und düster, ein typischer Februarmorgen.
Paul hätte sich etwas Schnee gewünscht, er mochte Schnee. Die Landschaft wirkte nicht ganz so nackt und leblos, wenn sie mit Schnee bedeckt war. Aber nicht heute. Keine Flocke war in den letzten Tagen und Wochen gefallen. Keine weiße Pracht, nur harte, tote Gleise.
„Es würde sowieso nichts ändern“, dachte sich Paul, „Vielleicht ist es nur richtig so.“
Er stand am Bahngleis zwei und wartete auf den ICE. Jeden Morgen fuhr er durch seinen kleinen Heimatort. Jeden Morgen das selbe schreckliche Kreischen der Räder auf den grauen Schienen. Jeden Morgen, und doch, heute, heute war es anders, heute war alles anders. Paul wartete.
Auf dem einzigen anderen Bahngleis würde 7 Minuten danach ein zweiter Zug ankommen, wie jeden Morgen. Der Zug würde halten und all die anderen Leute, die auf dem Bahnsteig warteten, würden einsteigen. Einsteigen und aussteigen. Woanders. Sie würden zu ihrer Arbeit fahren oder zu Freunden oder, wie Paul es jeden anderen Morgen tat, in die Schule.
„Schule“, seufzte Paul. Für ihn meinte das: Ein Raum, ein Lehrer, 30 Schüler, kein Freund. Er hasste es. Er hasste den engen, dunklen Klassensaal, den Lehrer, der ihn nicht verstehen wollte und die Schüler. Er hasste sie. Die, die ihn neckten und die, die ihm mitleidvolle Blicke zuwarfen, wenn er geneckt wurde. Er hasste sie alle.

Nicht mehr lange. Paul sah sich auf dem Bahnhof um. Ein paar Leute waren schon da, auf Bahnsteig eins. Sie lachten und redeten, hielten Smalltalk über das Wetter, die Kälte, den fehlenden Schnee, erzählten Witze. Die Jüngeren tauschten aus, was sie am Wochenende gemacht hatten, prahlten mit Partygeschichten und Errungenschaften oder baggerten.
Paul stand am Bahngleis zwei. Er war auf keiner Party gewesen. Er hatte keine Mädchen angemacht oder sich betrunken. Er war zu Hause geblieben. Zu Hause, unter den besorgten Blicken seiner Mutter. Besorgt, aber doch nichts ahnend. „Sie ahnt nie was“, dachte sich Paul, „Sie hat einfach keine Ahnung. Nicht von mir, von dem was mir wichtig ist oder dem was ich mache. Es ist ihr egal, ich bin ihr egal.“ Er war zu Hause geblieben, dieses Wochenende, und hatte einen Brief geschrieben.
Paul schaute auf die Uhr: Fünf Minuten noch. Er trug seine gute Armbanduhr. Überhaupt hatte er seine besten Sachen an. Er wusste selbst nicht genau, warum. Er wusste nur, dass heute ein besonderer Tag sein wird und an besonderen Tagen trägt man seine besten Kleider. „Es wird in der Tat besonders sein, heute. Anders. Anders als sonst immer. Heute wird alles anders sein. Sie werden schon sehen.“ Paul wusste nicht genau wie es eigentlich sein wird, wie es sich anfühlen wird, aber besonders wird es sein und anders, das wusste er. Und gut wahrscheinlich auch oder zumindest ... besser. Ein außerordentlicher Tag, ein Tag den niemand in dem kleinen Dorf so schnell vergessen wird. Auch in der Schule wird man sich noch an diesen Tag erinnern. An den Tag und an ihn selbst, an ihn, der doch so besonders war.
Vier Minuten noch. Sein Blick wanderte wieder. Von der Uhr auf seine Umgebung, auf die winterlich nackten Akazien mit ihren dornigen und toten Ästen, die auf der anderen Seite der grauen Gleise standen. Auf einem der oberen Äste saß drohend eine Krähe. Zwei weitere zogen krächzend Kreise über Bahngleis zwei.
Drei Minuten noch. Pauls Fokus lag eine Weile bei den schwarzen Vögeln, konzentrierte sich dann aber auf das, was näher lag und sowieso wichtiger war: Die Gleise. Nur einen halben Meter vor ihm lagen sie da, kalt und starr. Nur einen Schritt enfernt. Einige Meter weiter lag ein toter Fuchs auf den Schienen. Fliegen schwärmten über seinem leblosen Körper. „Doch noch ein Freund“, dachte Paul und lachte. Er lachte oft, wenn er nervös war.
Zwei Minuten noch. Es hatte begonnen zu dämmern. Die Sonne dürfte jeden Moment aufgehen. Hinter den dunklen Akazienbäumen konnte er den hellgelb gefärbten Horizont erkennen. Die dritte Krähe hatte sich nun auch krächzend in die Lüfte erhoben und zog zusammen mit den anderen ihre warnenden Kreise. Jemand lachte auf Bahnsteig eins, aber Paul hörte es nicht. Er war konzentriert auf das, was vor ihm lag.
Eine Minute noch. Der Zug kam. Paul konnte ihn schon sehen. Er konnte ihn sogar schon hören. Er kam. Näher und näher. „Er ist fast da“, dachte Paul, „Jetzt kommts drauf an. Warte. Warte! Nur noch einen Augenblick. Nur noch einmal. Nie wieder warten. Warten, auf jemanden der mit dir redet. Warten auf jemanden der dich versteht. Nie wieder warten, nie wieder ...“ Tausend Gedanken gingen ihm durch den Kopf, Bilder erschienen vor seinem inneren Auge: Seine Mutter, die ihm nicht zuhörte, sein Vater, der nie zu Hause war, die Schule, das kalte dunkle Klassenzimmer, Schüler, die lachten, lachten über ihn. „Sie würden nie wieder lachen, nicht über mich!“ schoss ihm durch den Kopf, „Jetzt! Es ist Zeit. Goodbye.“
Im selben Augenblick brachen die ersten Strahlen der warmen Morgensonne durch das dornige Geäst der Akazien und trafen, hell und freundlich, Pauls Gesicht, über das, glitzernd im gelben Sonnenlicht, Abschiedsrtänen rannen.

Donnerstag, 18. Februar 2010

GTA-Johnny I

(oder auch: It's me. Mario!)

Es war früher Nachmittag als Johnny die Tür zum Barbershop aufstieß und langsam hineintrat.
"Einmal schneiden!" wies er den schmierigen Friseur an, der hinterm Tresen stand und gerade seinen wohlgeformten dicken Bauch tätschelte.
"Of course, of course, Sir! Mach ich gleich persönlich! Sagen Sie nichts, ich weiß genau, wie sie es wollen! Gleicher Schnitt, aber kürzer?"
"Ja, aber bloß nicht zu viel!"
"Si, si! Die Hälfte abschneiden?", fragte er und strich sich durch seine eigenen fettig-schwarzen Haare.
"Nicht so viel ab!"
"Ok, ok! Ich weiß bescheid!"
Nach fünf mehr oder weniger zäh verstrichenen Minuten, in denen Mr. Schmierig wild rumschnippelte und Johnny mit Erschrecken immer mehr seiner Haare fallen sah, lenkte der Friseur den Smalltalk vom heutigen Wetter auf ein neues Thema.
„Und Sie arbeiten als was im Moment?“
„Im Moment suchend:“
„Oh wirklich?! Als was?“
„Kellner oder ähnliches.“
„Gut! Gute Zeit im Moment dafür. Viele Bars die was suchen. Ich kenne da einige. Ich kann dir helfen wenn du willst. Sooo fertig! Na?“
„Joa.“ Johnny sah sich im Spiegel an. Irgendwie hatte er schon vorher gewusst, dass es so kommen musste. Er fuhr sich durch seine viel zu kurzen Haare und versuchte dabei die Löcher in der Frisur so gut wie möglich zu überkämmen. Nach einer Weile resignierte er und fragte mit einem tiefen Seufzer:
„Wieviel macht das?“
„Oh ich mache dir Special-Preis! Für dich nur 30$. Freundschaftspreis!“
Nach einem weiteren Seufzer griff Johnny in sein Portemonnaie und bezahlte den Mann.
„Wegen dem Job, komm einfach morgen oder übermorgen nochmal vorbei, ich finde dir was! Ich bin übrigens Mario.“
„Johnny.“

GTA-Johnny II

(oder auch: „Die Steve-Dobson-Story“)

Zwei Tage waren mittlerweile vergangen und Johnny stand wieder im gleichen versifften Friseursalon und schaute Basketball auf einem kleinen Bildschirm in der hinteren Ecke des Ladens. Mario hatte nach einer herzlichen und definitiv zu körperlich betonten Umarmung angefangen mit seinem Angestellten über irgendwas zu diskutieren. Irgendwas über eine zweite Filiale hier in Auckland. Johnny hörte nicht zu. Es interessierte ihn nicht.
„Was ist mit dem Job, Mario?“, fragte er irgendwann ungeduldig.
„Domani, domani! Heute was andres. Komm mit!”
“Wohin?”
“Wohin, fragt er!” erwiderte Mario lachend.
Wenig überzeugt folgte Johnny Mario raus auf die Straße, den Block runter und an die Bushaltestelle. Mario zahlte beide Bustickets.
Nach 4 oder 5 Stationen und ein oder zwei schlechten Witzen von Marios Seite, auf die Johnny nur mit einem kühlen Lächeln antwortete, stiegen die beiden wieder aus.
„Komm, komm!“
Immer noch unmotiviert folgte Johnny Mario den Rest des Wegs die Queen Street hoch.
Trotz heftigen Schnaufens und kargen Antworten versuchte Mario weiterhin sein Gespräch aufrecht zu erhalten.
„Was macht deine Freundin? Hast du eine Freundin? Bestimmt hast du eine Freundin. Einer wie du ...“
Johnny war nicht sicher ob ihm nur die Luft mitten im Satz ausgegangen war oder ob seine Frage fertig gestellt war. Er wartete einen kühlen musternden Blick lang und antwortete:
„Keine in dieser Stadt.“
„Ahaha, du bist gut! Hah, I just love you, Johnny!“
Johnny warf ihm einen weiteren kühlen musternden Blick zu und antwortete nicht.
Schnaufend bermerkte Mario schließlich „Wir sind da“, und trat gefolgt von Johnny in einen Friseursalon, der sogar noch versiffter war als der Erste.
Drinnen saß ein Rock’a’Billy, Pomade im Haar, hautenge Jeans, ärmelloses Shirt, mindestens 3 Piercings und die Arme übersäht mit bunten und, was Johnny annerkennen musste, richtig hässlichen Tattoos.
„Hey Dan!“, grüßte Mario den Rolla, „wie geht’s dir? Wie läuft der Laden? Viel Kundschaft? Ich hoffe doch?“ fügte er lachend hinzu.
„Yoyo, groovt ganz gut heut!“
„Gut, gut! Wusste doch du bist der Richtige. Das hier ist mein guter Freund Johnny, Johnny, Dan.“
Auf das folgende „Yo“ erwiderte Johnny nur mit einem leichten Nicken in lil’Elvis Richtung.
Unbeirrt plapperte der Italiener weiter: „Ich helf Johnny hier ein bisschen. Greif ihm unter die Arme. Und zeig ihm das Geschäft und die Stadt und so. Tu ich doch Johnny?“
Das kurze Murren von Johnnys Seite genügte ihm offensichtlich als Bestätigung.
„Mein Freund hier sucht Arbeit und du kennst mich ja Dan, ich helf meinen Freunden. Mario hilft allen seinen Freunden was auch immer ist. Stimmt doch, Dan?“
„Yo, sicher tust du.“
„Ich bin schließlich ein guter Mensch. Ich helfe anderen. Ich bin wahrscheinlich der netteste Mensch in ganz Auckland. Hahaha! Oder nich!?“
„Yo biste, biste echt. Hey da war so’n Kerl hier heute. Hat mich dumm angelabert. Hat gesagt, er hat mal hier gearbeitet. Ich glaub Steve hieß er, Steve Dobson.“
„Steve Dobson? Steve Dobson?!? Hah! Ja, der hat mal hier gearbeitet. Alter Schweinehund!“
Kopfschüttelnd fuhr Mario fort:“ Steve Dobson! Ein Säufer ist das! Gesoffen hat der! Hah, alte Schnapsdrossel! Und er hat besoffen gearbeitet. Hab ihn feuern müssen dafür.“
„Was’n passiert mit dem?“ fragte Mr Schmalzlocke interessiert.
„Besoffen war er und hat nen Kunden abgeschlachtet!“
„Er hat ihn geschnitten?“, fragte Johnny gelangweilt.
„Hah, geschnitten! Geschlachtet hat er ihn. Eines Tages komm ich hier rein, ich komm hier rein in meinen Salon wie jeden Tag. Ich komm hier rein und es stinkt, es stinkt erbärmlich nach Schnaps. Und da steht Steve Dobson, genau da an dem Friseurstuhl hat er gestanden, grad hier. Er steht da und rasiert einen Kunden. Und er rasiert ihn munter und rasiert und rasiert. Auf einmal seh ich, da is Blut auf dem Boden. Ne richtige Pfütze Blut und es tropft von irgendwo. Und ich nur zu Steve:
‚Steve? Steve?! Was machst du?’
‚Ich r-r-rasier den G-Gunden, rasier ihn.’
‚Und wo kommt das Blut her? Steve? Warum ist da Blut!?’
‚B-B-Blut? Wel-*hick*, Welches Blut?’
Und da seh ichs auf einmal. Da is ein riesiger Schnitt im Nacken des Kunden. Ein riesiger tiefer Schnitt. Ich konnt die Wirbelsäule sehn, so tief war’s.
Ich versuch also mit’m Kunden zu sprechen. Aber der konnte nich. Der konnte sich nich bewegen, nur die Augen, die arme Sau! Und er konnte nich sprechen, nur bisschen stöhnen. Ich bin also schnell raus und in den Laden nebendran!
‚Gib mir Kaffeepulver! Ich brauch Kaffeepulver!’ zu dem Verkäufer.
„Kaffeepulver?“ warf Johnny mit äußerst fragendem Blick ein.
„Ja, Kaffeepulver. Hab es dem Typ in die Wunde gestreut. Die Blutung gestoppt.“
„Mit Kaffeepulver?“
„Hat geklappt. Aber das Schlimmste war Steve. Der hat immernoch nich aufgehört. Der wollte immer noch weiter rasieren.
‚Der G-Gunde is noch nich fertisch r-r-rasiert.’, hat er gesagt! Ich hab ihn heimgeschickt. Gefeuert. Nix mehr von ihm gehört. Alter Säufer! Verrückter Kerl.“
„Crazy Story, Man!“ kommentierte Dan, „Crazy.“
„Ja, ja crazy is der Typ. Naja, bin nicht hier rausgekommen um Geschichten zu erzählen. Haha, nein wirklich nicht. Wollte nur das Geld einsammeln.“
„Yoyo, grad’n Moment.“, erwiderte der Rolla und bewegte sich langsam in den Hinterraum des Salons. Johnny wusste nicht genau ob er aus Coolness so langsam war oder weil seine enge Jeans nicht mehr zuließ, wollte es aber auch nicht wirklich wissen. Er wollte nur raus aus dem stinkenden Laden.
Nach einer Minute kam Dan Rock mit dem Geld wieder und überreichte es seinem Boss. Mario zählte es nicht, sondern steckte es direkt in seine Hemdtasche, umarmte Dan ein letztes Mal und marschierte langsam zur Tür ab.
Johnny, der wohl bemerkt hatte, dass das überreichte Geldbündel wesentlich größer war als das was ein Friseursalon einnehmen sollte, wunderte sich nicht darüber, sondern war lediglich erleichtert als er hinaus aus diesem miefigen Loch in das Licht der Nachmittagssonne treten konnte und endlich wieder frische Luft atmen durfte.

Sonntag, 1. November 2009

The Vamps are back in town!

Der Kommissar beugte sich über das Mädchen. Sie lag einfach so da, mitten auf dem Asphalt der düsteren Bahnhofsstraße, bleich wie Kreide. Schön war sie, auf ihre Art. Sicherlich kein Model, aber schön war sie trotzdem, mit zwei kleinen Makeln: Erstens, sie hatte zwei kleine Löcher im Hals. Zweitens, sie war tot, ermordet, auf die gleiche Art und Weise, auf die schon drei andere junge Frauen diese Woche ihr Leben verloren hatten. Wenn er es auch bei den ersten Fällen nicht wahrhaben wollte, jetzt konnte er das Offensichtliche nicht länger abstreiten. Im gelblichen Schein der Straßenlaterne stand er da und seufzte laut, bevor er seinen Überlegungen einen Namen gab: Vampir.

Sie sind zurück. Doch sie haben sich verändert. Ein Vampir, das klingt nach einem Blutsauger mit Cape, der sich wahlweise in eine Fledermaus oder sogar in einen Wolf verwandeln kann. Es klingt nach einem mächtigen magischen Wesen, das tagsüber in seinem Sarg tief im Schloß im düsteren Transsilvanien schläft und nachts die ansässigen Bauern terrorisiert, bis die es schließlich mit Mistgabeln und Fackeln jagen.
Doch Vampire haben sich verändert. Kein Cape mehr, keine Fledermäuse, das wird Batman überlassen. Magie ist auch nicht mehr im Spiel, höchstens körperliche Stärke. Auch sind Särge nicht mehr sehr angesagt, ebenso wie Schlösser in Transsilvanien. Der Vampir von heute lebt im sonnigen Kalifornien, in New York oder einer anderen schönen Gegend in den USA und schläft, tja irgendwie gar nicht oder wenn doch ganz normal in einem Bett.
Kurzum: Vampire sind menschlicher geworden. Und genau darin liegt ihre heutige Stärke: Vampire sind nicht mehr ohne weiteres als solche zu erkennen. Ihre ehemals markanten raubtierartigen Zähne haben sich zurückentwickelt, so dass sie weniger auffallen. Auch ihre weiße Haut ist in einer Zeit, in der immer mehr Menschen ihr Leben in abgedunkelten Räumen vor PCs verbringen und Kinder stundenlang in Kellern vor Konsolen kauern, kein nützliches Erkennungszeichen mehr. Sie sind zahlreich, überall, aber doch nicht zu sehn. Sie gehen zur Schule, haben normale Berufe und Familie.
Das schlimmste ist aber: Sie sind auf Grund ihrer guten Medienpräsenz beliebt bei Menschen, vor allem beim weiblichen Geschlecht. Frauen scheinen die einzigen zu sein, die einen Unterschied zwischen kreidebleichen Vampiren und Computer-Nerds erkennen können. Dafür sind sie dann aber auch so blöd auf die Blutsauger reinzufallen. Sie lassen sich etwas von Liebe und von Sehnsucht vorgaukeln, glauben an das Gute in ihnen und verlieben sich in sie.
Doch "Du bist am Ende, was du bist" und ein Vampir ist nunmal ein Mörder und kein Mensch. Er lebt vom Tod der Menschen, muss töten um zu überleben und bluten lassen um zu genesen. Um dies zu erreichen ist dem gemeinen Vampir jedes Mittel recht, schließlich hat er seit seinem eigenen Tod keine Seele mehr und kennt somit auch keine Reue. Er handelt nicht nach ethischen Grundsätzen, sondern nach instinktiven Trieben, wie ein Tier, dass frisst oder gefressen wird.
Ein Tier, dass aussieht wie ein Mensch, das ist der neue Dracula. Wozu braucht er auch Magie oder Mythos, wenn seine Opfer ihm auch so um den Hals fallen? Wozu braucht er große Eckzähne, wenn er gar nicht mehr jagen muss, sondern seine Beute zu ihm kommt?

Stöhnend ließ sich der Kommissar auf seinen Schreibtischstuhl fallen. Die Gedanken, die er sich unterwegs gemacht hatte, rumorten immer noch in seinem Schädel. Was sollte er nur machen, gegen diesen übermächtigen Feind? Er ging im Kopf nochmal die von Bram Stoker beschriebenen Mittel gegen einen Vampir durch, irgendwie müsse man doch der Lage wieder Herr werden können.
  • Holzpflock: Klassisch und endgültig. Der Holzpflock wird dem Verdächtigten durch Herz gerammt und wenn er ein Vampir ist, stirbt er daran. Problem: Wenn es doch nur ein Mensch ist, stirbt er auch.
  • Kopf abhacken: Ebenso klassisch und endgültig, aber gleiches Problem.
  • Weihwasser: Auch ein probates Mittel, der Verdächtige wird mit Weihwasser beträufelt, wenn sein Körper danach Brandblasen aufzeigt, ist er entweder Vampir oder Besessener. Problem: Wer hat schon noch Weihwasser zu Hause? Wer ist überhaupt noch in der Kirche oder glaubt an Gott? Anmerkung: Buddha bietet keine Waffen gegen Vampire.
  • Kruzifix/Kreuz: Gleiche Wirkungsweise wie Weihwasser und gleiches Problem.
  • Knoblauch: Vampire hassen den Geruch von Knoblauch, aber wer tut das nicht? Problem: Knoblauch kennen die meisten Menschen nur noch aus Erzählungen, da ihr Essen aus McDonalds, BurgerKing oder Tiefkühlpizza besteht.
  • Sonnenlicht: Was hat mehr Style als alle Vampire, mit denen man nachts gekämpft hat bei Sonnenaufgang zu Staub verfallen zu sehn? Problem: Die Sonne scheint nur tagsüber, d.h. man ist im Schnitt 12 Stunden pro Tag ungeschützt.
Bei diesem Gedanken hielt der Kommissar Inne. Auch wenn keines der Mittel perfekt für eine großflächige Ausrottung von Vampiren geeignet war, schien doch das Sonnenlicht am meisten Potenzial zu haben. Man müsse lediglich alle Leute dazu animieren, ihre Kinder, Ehepartner oder Freunde, die zombieartiges Verhalten oder Blässe vorweisen und tagsüber im Dunkeln hocken, mal kurz für ein, zwei Minuten aus dem Haus ins Tageslicht zu scheuchen. Wenn sie nicht freiwillig gehen wollen, kann man sie sicher leicht dazu bringen, indem man ihnen ein Messer an den Hals hält und ihnen droht den Kopf abzuschneiden. Das sollte bei Kellerkindern und bei Vampiren funktionieren. Desweiteren sollte an die kellernde Bevölkerung folgende Mitteilung gerichtet werden, am besten per Email, über einen Blog oder per Twitter :
"Für alle Stubenhocker da draußen: Wenn ihr nicht sonderlich heiß drauf seid von euren Freunden oder Eltern gepfählt oder geköpft zu werden, ist es vielleicht ratsam mal in der Öffentlichkeit das Haus für ein paar Minuten zu verlassen und ins Sonnenlicht zu treten. Danach kann euch keiner mehr für einen Untoten halten."

Mittwoch, 26. August 2009

Früher war alles besser, oder?!

Mein Opa Frank-Walter hatte einen alten "Opel Anachronismo" in aschgrau. Es war das schäbigste und älteste Auto, in dem ich jemals sitzen durfte. Aber mein Opa liebte ihn und war der festen Überzeugung er wäre viel besser als alle neueren Autos. Ich habe bestimmt tausend mal versucht ihn davon zu überzeugen, dass ein neues Auto viel leistungsstärker und energiesparender wäre, aber er ließ sich nicht umstimmen.
Eines Tages, mitten auf der Landstraße, gab der Opel in einem lauten Krachen unter dicken Rauchschwaden den Geist auf. Ich weiß noch genau, wie wir ihn mit unserm Auto abschleppen mussten. Ein Wunder, dass er das noch ausgehalten hatte. Der KFZ-Mensch seines Vertrauens attestierte ihm wie erwartet, den wirtschaftlichen Totalschaden des Fahrzeugs.
Insgeheim freute ich mich. Nicht nur, weil mein Opa sich jetzt nicht mehr mit der alten Schrottlaube rumschlagen musste, sondern auch weil ich hoffte in seinem neuen Auto mal fahren zu dürfen. Ich wartete sehnsüchtig aufs neue Auto. Ich wartete und wartete ...
Eines Tages schau ich zum Fenster raus und da steht der aschgraue Anachronismo wieder, mein Opa nebendran, vor Stolz strahlend. Er hatte ihn reparieren lassen und das für das Schnäppchen von geschätzten 2 Neuwagen selber Größe.
Ich war traurig und enttäuscht. Natürlich hätte ein neues Auto beinhalten können, dass es ihm am Ende nicht gefallen hätte. Trotzdem hätte er zumindest mal einen Test riskieren können.
Es war frustrierend. Nicht nur wegen dem offensichtlichen Misstrauen meines Großvaters jeglichen neuen Produkte gegenüber, sondern auch der damit verknüpften Missachtung von Leistungen junger Ingenieure, junger Menschen überhaupt. Schließlich sprach er damit den ihm nachfolgenden Generationen die Fähigkeit ab, vernünftige Autos zu bauen. Er leugnete die Fähigkeiten dieser Generation, meiner Generation und somit auch meine Fähigkeiten.
Und fördern wollte er sie erst recht nicht! Nicht die Entwicklung neuer Technologien z.B. in der Autobranche und nicht die Fortbildung der Jugend. Wozu sollte sie sich denn fortbilden oder weiterentwickeln, wenn das Optimum in allen Bereichen sowieso anno 1960 erreicht war? Wozu sollte sie denn klimaschonende Automobile bauen, wenn Frank-Walter lieber in einer 60er Jahre Drecksschleuder fährt? Ein Fortschritt ist einfach nicht gewollt und bleibt deshalb auch auf Kosten der Erhaltung des Altbewährten auf der Strecke.

Wenn die Alten die Jungen nicht fördern wollen, weil sie deren Können bezweifeln, werden sie am Ende Recht behalten, denn ohne die Förderung werden die Jungen nichts erreichen und ihr Können nicht entfalten.

Wenn mehr alte Frank-Walters auf neue Autos ...
- oder gar auf eine neue, moderne Autoproduktion setzen würden, könnten wesentlich bessere Autos produziert werden.
- setzen würden, könnte sich die Standards in der Automobilbranche wesenlich schneller verbessern.
- und innovative moderne Methoden allgemein setzen würden, könnte Technik, vor allem auch klimaschonende, in allen Bereichen optimiert werden.
- und damit auf Jugend setzen würden, könnten die jungen Generationen endlich die Rückendeckung und das Vertrauen bekommen, das sie brauchen um eine nachhaltig gesunde Wirtschaft zu schaffen.

Neue Autos rollen besser. Alte Männer fürchten den Wandel. Jugend braucht Unterstützung. Mein Opa ist doof.
Erkenntnisse über Erkentnisse ....

Dienstag, 4. August 2009

Finanzhaie in Sicht!

Weit draußen, tief im kapitalistischen Ozean, da leben die Finanzhaie. Als hungrige Bestien sind sie bekannt, allesverschlingende Monster mit unstillbarem Hunger. Obwohl die meisten von ihnen einfache Fische fressen, gibt es einige, die auf den Geschmack von etwas anderem gekommen sind, etwas, das im Meer nicht zu finden ist: Sie fressen bevorzugt Schweine. Allerdings sind diese das Eigentum einfacher Bürger, die an den verschiedenen Küsten des Kontinents angesiedelt sind. Die Bürger sind auf ihre Haustiere angewiesen, sie sind ihr einziges Hab und Gut, ihr Verlust würde ihren wirtschaftlichen Ruin bedeuten.
Die Haie denken daran nicht, sie denken überhaupt nur egoistisch bis gar nicht, aber dumm sind sie trotzdem nicht. Sie wissen, was sie wollen und wie sie es kriegen können. Sie springen ganz einfach auf den Strand, um eins der Tiere zu reißen und danach wieder ins Meer zu rutschen. Aber die Finanzhaie wissen auch, um das Risiko dieser Aktionen, denn manchmal schaffen sie es nicht zurück ins Meer und liegen verendet auf Grund. Ihr Schicksal wird nun davon entschieden, auf welcher Küste sie gelandet sind, denn es gibt unterschiedliche Küsten auf dem Kontinent Deutschland.

Eine davon ist die Küste der SPD-regierten Pseudal-Sozio-Politik. Die Herrscher dieser Küste behaupten, dass sie gegen Finanzhaie vorgehen und ihre Bürgern vor deren Angriffen beschützen würden. Aber machen sie das wirklich? Wenn ein Finanzhai sich wieder einmal verspekuliert hat, jetzt auf ihrer Küste liegt und zu verenden droht, dann schieben sie ihn mit Hilfe von Greepeace zurück ins Wasser und flüstern ihm ins Ohr, er soll doch das nächste Mal lieber die sicheren Fischen im Meer fressen. Nun sind Finanzhaie nicht dumm. Sie sehen das und denken sich: „Wenn ich das Risiko eingehe auf diese Küste zu springen, um ein Schwein zu fressen, ist das eigentlich gar kein Risiko mehr. Zumindest nicht für mich, denn wenn ich es nicht zurück ins Meer schaffen sollte, rettet mich die SPD. Warum sollte ich also noch die Fische im Meer fressen? Von denen werde ich nur langsam fett, Schweine sind da viel besser.“ Und so wird diese Küste von immer mehr und immer agressiveren Finanzhaien heimgesucht

Eine andere Küste ist die „Coast of Freedom“, die Freiheitsküste, geprägt von liberalen, freien Bürgern. Die beiden Küsten mögen sich nicht sonderlich, so behauptet z.B. ironischerweise grade die SPD-Küste, dass die Liberalen die Finanzhaie fördern würden. Aber was passiert nun wirklich mit den Raubfischen, die auf der Coast of Freedom landen und nicht mehr wegkommen? Ganz einfach, man flüstert ihnen ins Ohr „Selbst Schuld“, lacht kurz und lässt sie verenden. So überlegen sich die Haie in Zukunft zweimal, ob sie solche riskanten Geschäfte wirklich eingehen wollen und die Freiheitsküste wird auf Dauer von weniger Finanzhaien heimgesucht.

Ich, für meinen Teil, lebe lieber an der Küste mit weniger Haien.
Ich lebe lieber liberal.

Wie gut, dass Kinderpornos böse sind

So, nachdem ich jetzt 2 Wochen in dem zensurtechnisch fortschrittlichsten Land der Welt (China) verbracht habe, ist mir klar geworden, dass es dringend Zeit wird, einen von mir seit langem geplanten Post endlich zu schreiben und hoffentlich auch zu veröffentlichen. Wie immer bin ich nicht ganz aktuell mit dem Thema, denn eigentlich liegt der Gesetzbeschluss über den ich heute schreiben will, schon einige Wochen zurück.
Ich habe, mal ganz nebenbei, meine Gründe dafür, dass ich eigentlich nie aktuell poste: Es ist mir wichtig, nicht überhastet und aktionistisch irgendwas zu schreiben. Stattdessen versuche ich mir vor jedem Post eine grundierte Meinung anzueignen, die ich auch vor dem Posten immer nochmal prüfe und gründlich überdenke. Aber jetzt zurück zum Thema.
Das Gesetz von dem ich spreche ist, vielleicht habt ihr euch das ja schon gedacht, das „Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen“, also hauptsächlich im Internet. Dieses Gesetz sieht vor, dass wenn in Zukunft jemand eine Seite anklicken will, die kinderpornographisches Material enthält, dieser Zugriff durch ein überdimensionales Stop(p)schild versperrt wird. Im Grunde genommen ist diese Seite also zensiert. Prinzipiell klingt das nicht schlecht, schließlich gehts hier ja um Kinderpornos! Ein zugegeben geschickter Schachzug, denn so wird es wesentlich schwerer öffentlich etwas dagegen zu sagen. Niemand geht für Kinderpornographie auf die Straße und jedem der gegen Zensur und damit für die Freiheitsrechte demonstrieren will, kann man ganz pauschal Pädophilie vorwerfen.
Jetzt kann man natürlich über den Grundsatz „Der Zweck heiligt die Mittel“ diskutieren. Meiner Meinung nach ist er nicht oder zumindest in den wenigsten Fällen vertretbar. Ich hätte es z.B. nicht sehr angebracht gefunden, wenn die Amerikaner Deutschland im 2. Weltkrieg atomar verbombt hätten, obwohl es durchaus die richtige Entscheidung war Hitler zu stürzen. Genauso ist es auch mit diesem Gesetz. Prinzipiell ist es natürlich richtig gegen die Misshandlung von Kindern vorzugehen, aber das sollte nicht durch Zensur des Internets geschehen. Und selbst wenn man der Meinung ist, dass in diesem Fall der Zweck die Mittel heiligt, liefert dieser konkrete Fall noch einige weitere Gründe, warum die Methoden der Bundesregierung hier nicht vertretbar sind.
Einer davon wäre z.B., dass die ausschließliche Zensur dieser Seiten nicht dafür sorgt, dass weniger Kinder misshandelt werden. Einen Pädophilen stört es nicht wesentlich, wenn er seine Taten nicht mehr uneingeschränkt über das Netz verbreiten kann, er wird trotzdem weiterhin Kinder vergewaltigen. Deshalb sollte man eher gegen ihn, gegen den Drahtzieher, den Aktiven vorgehen, anstatt die kleinen, passiven Fische zu fangen. Diese sind zwar auch schuldig, man kann sie aber auf Grund ihrer Quantität nicht dauerhaft unter Kontrolle halten.
Ein weiteres Problem ist, dass Verbote oft nur dafür sorgen, dass eben das Verbotene einen neuen Reiz bekommt. So könnte sich die Zahl der Täter sogar noch vergrößern. Die Bundesregierung behauptet zwar, dass es aus den Ländern die diese Internetsperre schon eingeführt haben, eindeutige positive Ergebnisse gäbe, allerdings gibt es genauso viele Studien, die das Gegenteil behaupten. Außerdem können sich Pädophile, wenn sie auf Websites kein Verbreitungsmedium mehr finden, ganz einfach eine andere Ebene suchen, auf der sie ihren perversen Phantasien frönen können.
Notfalls verschicken sie die Pornos halt per Email oder per normaler Post. Und was dann?
Wird dann die Bundesregierung in Zukunft Emails und Briefe kontrollieren? Im Sinne der Kinderpornographie-Bekämpfung? Die sich hier aufdrängende Frage lautet doch: Wo liegen da die Grenzen? Was darf denn alles zensiert werden? Websites? Blogs? Emails? SMS? Briefe? Bücher? Das ist das entscheidende Problem des „War on child pornography“, den Ursula von der Leyen ausgerufen hat, denn die Grenzen hierfür sind sehr locker gesteckt.
Die Zensur könnte sich auf alles ausweiten und zwar nicht nur auf alle Medien, sondern eventuell auch auf andere Themengebiete. Mit Kinderpornographie fängt es an, aber damit ist nur der Grundstein gelegt für viele Weitere, die Opfer der Zensur werden könnten. Die Sprache ist schon jetzt von Erweiterungen der Zensur, z.B. vom Sperren rechtsradikaler Seiten usw.. Nicht, dass ich diese verteidigen will, aber das entscheidende ist, dass sich die Zensur ausweitet. Ohne Grenzen. Wer garantiert mir, dass nicht in ein paar Jahrzenten alle politisch kritischen Seiten ebenso zensiert sind? Niemand, außer die Tatsache, dass Deutschland ein „Rechtsstaat“ ist. Aber jetzt kommt der Knaller. Dieser Rechtsstaat wird ganz einfach ausgehebelt: Die Seiten, die gesperrt werden, sind nicht gerichtlich verurteilt. Somit befindet sich ihre Sperre außerhalb des deutschen Rechtssystems. Die Notwendigkeit einer Verurteilung wird ganz einfach umgangen, indem das BKA selbst entscheidet, welche Seiten kinderpornographischen Inhalt haben und diese dann auch eigenhändig sperrt.
(Hier ein kurzer Einschub aus dem Politikunterricht 7. Klasse: Gewaltenteilung. Die Gewalten Judikative, Exekutive und Legislative müssen getrennt sein.)
In diesem Fall übernimmt das BKA aber sowohl die Judikative als auch die Exekutive, ist somit also Richter und Henker in einer Person! Dies ist eigentlich nicht vereinbar mit dem Grundgesetz.
Somit kann das BKA einfach Seiten sperren ohne sich gerichtlich dafür verantworten zu müssen. Sie könnten also einfach diesen Blog hier sperren und dann behaupten, ich hätte versucht über ihn kinderpornographisches Material zu verbreiten. Das Beste daran ist, dass ich, nachdem mein Blog gesperrt ist, ja auch nichtmehr meine Unschuld beweisen kann. Denn sobald das Bundeskriminalamt darauf zugegriffen hat, können sie ihn auch so verändern, wie es ihnen als praktisch erscheint. Dieser Zugriff darf deshalb erst nach einer Gerichtsverhandlung erfolgen. Andererseits wird dem Staat hier einfach zuviel Macht gegeben, indem man ihm die Möglichkeit gibt, per Zensur über das einfache Volk zu verfügen, wie er will.

Vergleichbar damit wäre es, einem Fremden eine Pistole in die Hand zu drücken, ihn aber darauf hinzuweisen bitte nur auf die Bösen zu schießen. Wer garantiert mir, dass er nicht auf mich schießt und was soll ich machen, wenn er es doch tut?
Sobald er die Pistole hat, kann er mich unterdrücken und genauso kann mich der Staat unterdrücken, wenn ich ihm die Zensur erlaube. Zwar kann es auch sein, dass der Fremde nicht auf mich schießt und es kann auch sein, dass der Staat nicht für politische Zwecke Seiten sperrt, aber trotzdem schlafe ich besser, wenn die Pistole unter meinem Kopfkissen liegt.