Dienstag, 14. Juli 2009
Survival of the Fittest?
Ich fahr also grad mit meinem Super-Dampfer über die Landstraße, da gehts los: Unglaublicherweise hatte ich alle 3 Sorten von Bremsern vor mir.
Zuerst der Klassiker: LKW. Natürlich mit schönem Spruch hinten drauf, „Meiner ist 12m lang“. Schön für dich, dafür noch nie ne Garage von innen gesehn.
Als zweites durfte ich den typischen 70er genießen. Fragt mich nicht, wie diese Leute dazu kommen, aber es gibt Menschen, die immer überall 70 fahren. Weiß nicht, was in denen abgeht, ob die nicht wissen, was die jeweilige Beschränkung ist oder ob sie einfach nur schaltfaul sind. Vielleicht haben sie auch einfach dauerhaft den Tempomat an. Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich wiedermal so einen vor mir hatte. Außerorts getuckert wie ein Moped und innerorts den Turbo ausgepackt.
Dann natürlich noch der dritte Typ. Fährt Porsche oder Z4, alternativ auch einen neumodischen City-Offroad-Geländewagen à la Quasquai oder X6 / Q6. Auf jeden Fall hat er geschätzte 200 PS unter sich, jedoch keine Ahnung was er damit anfangen soll. Er kompensiert sein Unwissen durch Übervorsichtigkeit, verknüpft mit auffällig langsamer Fahrweise in- wie außerorts. Vor allem bei den Geländeschlitten werden dabei die oft verdunkelten Heckscheiben und das klotzige Hinterteil gefährlich, weil man als Hintendran-fahrender keine Ahnung hat, was vor einem auf der Straße passiert, sondern nur darauf schauen kann, was der Arsch des Voranfahrenden 5m vor einem macht.
Auf jeden Fall bin ich irgendwann nach geschätzten 5 Stunden Fahrzeit doch noch in der Innenstadt angekommen. Aber wer denkt, dass man in der Innenstadt nicht mehr auf Fahridioten trifft, der ist weit gefehlt. Erstaunlicherweise lauern die dümmsten und gefährlichsten Autofahrer in der Innenstadt und dort vor allem beim Parkplatz suchen. Ich weiß nicht, was an diesem sonnigen Nachmittag los war, aber irgendwie war die Stadt überflutet mit parkplatzsuchenden Sonntagsfahrern, die alle auch noch die geniale Idee hatten mir entweder die Parkplätze zu klauen oder so vor oder hinter mir zu halten, dass ich nicht einparken konnte. Als ich also wiedermal irgendwo in meinem Auto festsaß, weil vor mir einer auf einen frei werdenden Parkplatz lauerte und hinter mir schon ein nächstes Auto stand, fing ich langsam an mir Gedanken zu machen. Gedanken über meine jetzige Situation, über die Menschen um mich herum.
Gedanken darüber, warum eigentlich so viele Menschen so dumm sind. Wie kann das kommen? Eigentlich müssten Menschen dem Darwin’schen Gesetz gehorchen und sich so immer weiter entwickeln und somit immer intelligenter werden, oder? Denn wer intelligent ist, ist besser angepasst und müsste deshalb, laut Darwin, überleben. Oder etwa nicht?
So traurig das auch klingt, aber wenn man den Mensch evolutionstheoretisch betrachtet, muss man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass er eine Rückentwicklung oder zumindest eine Sackgasse in der Evolution darstellt. Schon aus dem Film „Idiocracy“ konnte man lernen, dass sich Dummheit fortpflanzt. Für diejenigen, die den Film leider (noch) nicht gesehen haben, kann ich das mal kurz noch genauer darlegen. Der Film geht von der These aus, dass sich stets die weniger gebildeten Leute fortpflanzen, während die gebildeten wohlerzogenen Menschen im Schnitt nur 1 oder 2 Kinder haben, was nicht zu einer wirklichen Vermehrung langt. Obwohl der Film von einer logischen Überlegung bzw. von realen Statistiken ausgeht, hab ich mir immer eingeredet, dass es nicht wirklich so schlecht um die Menschheit bestellt ist. Zumindest bis neulich. Doch an diesem schönen Nachmittag um 15:32 wurde mir eines klar. Die Evolution ist gescheitert. Zumindest an uns Menschen und deshalb werden wir Menschen auch früher oder später aussterben, da mach ich mir gar keine falschen Illusionen. Die Menschheit hat keine Chance zu überleben, wenn sich Dummheit und Idiotie fortpflanzen. Somit ist der Mensch das Beispiel dafür, dass Darwins Theorie nur eingeschränkt wahr ist.
Aber warum kann man den Darwinismus nicht einfach auf die Menschheit übertragen obwohl er doch eigentlich für alle Lebewesen gilt? Um darauf die Antwort zu finden, muss man sich fragen, was den Mensch denn von den anderen Lebewesen, sprich Tieren unterscheidet. Obwohl Wissenschaftler bei dieser Frage eher wenige wirklich brauchbare Antworten liefern, bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass der Unterschied zwischen Menschen und Tieren im sozialen Miteinander liegen. Zwar haben Tiere auch oft soziale Verhältnisse untereinander, allerdings haben die sehr klare Grenzen, die durch Instinkte definiert werden. So sind sie z.B. beim Fressen und der Fortpflanzung Egoisten, weshalb man ganz salopp sagen kann: Tiere sind assozial. Menschen hingegen sind im Prinzip soziale Wesen. Zwar treten bei ihnen auch ab und an, vor allem in Extremsituationen, die Triebe in den Vordergrund, aber eine ständige Konkurrenz um Nahrung und Fortpflanzung kennen sie nicht. Allerdings wäre genau diese Konkurrenz für einen funktionierenden Darwinismus überaus wichtig. Durch die soziale Ader der Menschheit kommt es nun aber dazu, dass nicht nur die starken/besseren Menschen überleben, sondern auch die Krüppel und körperlich schlecht Angepassten, wodurch die Weiterentwicklung der Menschheit stark gebremst wird. So kommt es auch zu der Fortpflanzung der Dummheit. Wären die Menschen assozialer und konkurrierender untereinander, dann würden die Intelligenten die Dummen bezwingen, um sich selbst fortzupflanzen und damit das fortschrittlichere/schlauere Erbgut weiterzugeben.
Ein weiterer ungesunder Auswuchs der Menschheit ist die Monogamie. Uns scheint sie der normale, fortschrittlichste Weg der Fortpflanzung, dabei ist sie evolutionstechnisch ein Rückschritt. Während sich bei Polygamie nur die stärksten/besten Männchen fortpflanzen können, bekommt bei der Monogamie jeder noch so ungeeignete Samenträger die Chance Kinder zu zeugen, die dann womöglich die schlechten Gene erben.
So kommt eins zum andern und wir Menschen kommen Schritt für Schritt unserem eigenen Ende immer näher, aus dem einfachen Grund, dass wir falsch entwickelt sind, dass wir uns selbst falsch entwickelt haben. Unser soziales Auffassungsvermögen redet uns ein, wir wollten, dass alle Menschen gleichberechtigt und friedlich nebeneinander leben können, dabei wird genau das früher oder später zu unserem evolutionären Versagen führen. Dadurch entstehen auch erst Probleme, wie das der Überbevölkerung, denn evolutionstheoretisch gibt es hier gar kein Problem. Wären wir assoziale Darwinisten, würden wir einfach die Natur selektieren lassen und damit leben, dass es einige nicht schaffen. Darwin würde uns lehren, dass die besser Angepassten überleben werden, während die Nahrung für die schlechter Angepassten knapp wird. Traurigerweise würde aber auch das nicht klappen, denn in Wirklichkeit kann es nie dazu kommen, weil vor dem realen Darwinismus zuerst einmal sozialdarwinistische Faktoren greifen. Ein Mensch in Indien kann körperlich und geistig noch so fortschrittlich sein, ein dummer Amerikaner hat trotzdem größere Überlebenschancen, einfach weil er auf der Sonnenseite der Menschheit geboren wurde. Somit wird der Sozialdarwinismus für eine Selektion im Ernstfall sorgen. Dumm ist nur, dass diese Selektion nicht zu einer Weiterentwicklung führt und so die Menschheit in Zukunft immernoch Meilen von einer echten Evolution entfernt ist. Der Sozialdarwinismus bildet lediglich ein auf puren Zufall gebautes Auswahlverfahren und somit einen Schleier dafür, dass wir Menschen doch assozial sind und einige sterben lassen. Ironie, dass gerade der einzige Fall von assozialer Menschheit gegen die Evolution arbeitet. Assozial sind wir in diesem Fall auch nur, weil es sich um eine Extremsituation handelt. Wenn es heißt „Die oder Wir“, setzt der Selbsterhaltungstrieb in voller Stärke ein und unterdrückt die eigentlich soziale Auffassung der Menschheit.
Ob die Menschheit wirklich aussterben wird? Schwer zu sagen, möglich ist es auf jeden Fall und wenn es soweit kommen sollte, kann man sich damit trösten, dass es ein Entwicklungsfehler war und dass die Menschheit auf Dauer einfach nicht lebensfähig war. Was wir aber bei dieser Überlegung nicht vergessen sollten: Wir haben dabei noch einiges selbst mitzureden. Schließlich hängt unser Überleben von unserem Verhalten ab.
Montag, 13. Juli 2009
Now the old King is dead ...
Wer hätte also wirklich etwas von Michael Jacksons Ableben gehabt? So ironisch das auch klingt, der größte Profiteur ist er selbst. Schließlich verdient er weiterhin haufenweise Geld, mehr denn je, wie vorhin schon angesprochen. Niemand sonst, verdient an seinem Tod soviel. Doch er kann es nicht nutzen, denn er ist ja schließlich tot. Ist er doch oder etwa nicht? Was wäre denn, wenn er noch am Leben wäre. Nennt mich paranoid und spart euch bitte eure schmunzelnden Bemerkungen, Jacko würde zusammen mit Lady Di und Elvis auf einer verlassenen Insel leben. Weder Diana noch Elvis hätten wirklich etwas von ihrem Tod gehabt.
Anders aber beim Abkömmling des Jackson-Klans: Er hätte mit seinem vorgetäuschten Tod zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen können. Zum einen könnte er seine hohe Verschuldung durch seine zusätzlichen Einnahmen endlich abbezahlen und würde wahrscheinlich noch eine Stange Geld übrig haben, um ein ruhiges Leben zu führen. Damit wären wir auch schon beim zweiten Punkt: Er könnte nach alledem endlich ein ruhiges Leben führen. Kritiker mögen jetzt vielleicht sagen, dass das eventuell gar nicht in seinem Sinne war, allerdings wird vor allem aus seiner Single „Leave me alone“ heraus doch schon sehr deutlich, dass er den Medienrummel schon früh in seiner Karriere satt war. Da erscheint es nur allzu verständlicher, dass er sich später, als er schwer krank wurde, er sich ohnehin schon weit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte und sowieso nur noch ungern das Haus verließ, noch viel eher ein ruhiges Leben herbeisehnte. Aber zu diesem Leben wäre er nie mehr gekommen, zumindest nicht, wenn er weiterhin als Michael Jackson die Neverland Ranch bewohnt hätte. Deshalb musste er ein neues Leben anfangen und damit das gelingen konnte, musste er zuerst einmal sterben. Es war, ironischerweise, der menschlichste Schritt, seinen eigenen Tod vorzutäuschen, denn zumindest in meinen Augen wirkt es mehr als human verständlich wenn man sich gegen Ende des Lebens nach etwas Ruhe sehnt.
Damit sollte das Motiv für diese Tat ausreichend erläutert sein. Desweiteren gibt es eine Hand voll kurioser Umstände zum Tod Michael Jacksons, die einen unglaublichen Nährboden für alle Sorten von Verschwörungstheorien bieten und damit auch meine Theorie des gestellten Todes stützen. Offene Fragen gibt es genug: Warum z.B. war der Hausarzt direkt nach dem Tod verschollen? Warum ist Jacksons Leichnam verschollen? Warum steht noch keine eindeutige Todesursache fest? All diese Fragen lassen sich mit meiner Theorie erklären: Der Hausarzt musste untertauchen, um zu vertuschen, dass Michael noch lebt. Jacksons Leichnam ist verschollen, weil er gar nicht existiert. Wer lebt, hat keinen Leichnam. Aus dem selben Grund gibt es auch noch keine Todesursache, weil Michael Jackson eben doch noch nicht tot ist.
Ob ich wirklich glaube, dass Micheal Jackson noch lebt? Ich hoffe es zumindest und wünsche es ihm auch. Der gemeine Psychologe nennt das Phänomen „Projektion“. Da ich es nicht sicher weiß, hoffe ich mal einfach das Beste für ihn. Ich gönne es ihm einfach, dass er sein Lebensende in Ruhe verbringen kann ohne von Medien und Fans gehetzt zu werden. Auch der exzentrischste, neurotischtste und verrückteste Mensch auf Erden hat in meinen Augen ein Anrecht auf Ruhe, deshalb sage ich nur
Rest in Peace, dead or alive.