Montag, 13. Juli 2009

Now the old King is dead ...

Er ist tot. Mit nur 50 Jahren ist der King of Pop verstorben. Ironischerweise an einem Herzinfarkt, oder zumindest soll es so sein. Zwar kennt keiner die wahren Umstände, doch hat jeder eigene, neue Gerüchte auf Lager. Wahnwitzige Theorien reichen von Selbstmord zu ausgeklügelten Mordkomplotten, in denen wohl niemand aus Jackos Familie oder seinem nährerem Umfeld eine unschuldige Rolle spielt. Trotz der offensichtlichen Paranoia in diesen Theorien, muss man, wenn man mal genauer drüber nachdenkt, den Verschwörungstheoretikern zumindest in einem Punkt recht geben: Sehr viele hätten einen Gewinn aus Michaels Ableben ziehen können. Schließlich hinterlässt er seiner Familie oder seinen Vertrauten oder zumindest irgendwem ein riesiges Vermögen. Dabei wird vor allem seinem Vater zugetraut, dass er aus Geldgier seinen Sohn, zu dem er angeblich nie ein gutes Verhältnis hatte, hat töten lassen. Paradox wirds aber, weil er laut Testament am Erbe gar nicht beteiligt sein soll. Im Dunkeln liegen auch weiterhin die realen Vermögensverhältnisse des Michael Jacksons. Schließlich war er vor seinem Tod hochverschuldet, hat aber andererseits postum mehr verdient als jemals zu Lebzeiten. Dadurch bleibt unklar ob für seine Familie wirklich etwas rausspringen würde.

Wer hätte also wirklich etwas von Michael Jacksons Ableben gehabt? So ironisch das auch klingt, der größte Profiteur ist er selbst. Schließlich verdient er weiterhin haufenweise Geld, mehr denn je, wie vorhin schon angesprochen. Niemand sonst, verdient an seinem Tod soviel. Doch er kann es nicht nutzen, denn er ist ja schließlich tot. Ist er doch oder etwa nicht? Was wäre denn, wenn er noch am Leben wäre. Nennt mich paranoid und spart euch bitte eure schmunzelnden Bemerkungen, Jacko würde zusammen mit Lady Di und Elvis auf einer verlassenen Insel leben. Weder Diana noch Elvis hätten wirklich etwas von ihrem Tod gehabt.

Anders aber beim Abkömmling des Jackson-Klans: Er hätte mit seinem vorgetäuschten Tod zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen können. Zum einen könnte er seine hohe Verschuldung durch seine zusätzlichen Einnahmen endlich abbezahlen und würde wahrscheinlich noch eine Stange Geld übrig haben, um ein ruhiges Leben zu führen. Damit wären wir auch schon beim zweiten Punkt: Er könnte nach alledem endlich ein ruhiges Leben führen. Kritiker mögen jetzt vielleicht sagen, dass das eventuell gar nicht in seinem Sinne war, allerdings wird vor allem aus seiner Single „Leave me alone“ heraus doch schon sehr deutlich, dass er den Medienrummel schon früh in seiner Karriere satt war. Da erscheint es nur allzu verständlicher, dass er sich später, als er schwer krank wurde, er sich ohnehin schon weit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte und sowieso nur noch ungern das Haus verließ, noch viel eher ein ruhiges Leben herbeisehnte. Aber zu diesem Leben wäre er nie mehr gekommen, zumindest nicht, wenn er weiterhin als Michael Jackson die Neverland Ranch bewohnt hätte. Deshalb musste er ein neues Leben anfangen und damit das gelingen konnte, musste er zuerst einmal sterben. Es war, ironischerweise, der menschlichste Schritt, seinen eigenen Tod vorzutäuschen, denn zumindest in meinen Augen wirkt es mehr als human verständlich wenn man sich gegen Ende des Lebens nach etwas Ruhe sehnt.

Damit sollte das Motiv für diese Tat ausreichend erläutert sein. Desweiteren gibt es eine Hand voll kurioser Umstände zum Tod Michael Jacksons, die einen unglaublichen Nährboden für alle Sorten von Verschwörungstheorien bieten und damit auch meine Theorie des gestellten Todes stützen. Offene Fragen gibt es genug: Warum z.B. war der Hausarzt direkt nach dem Tod verschollen? Warum ist Jacksons Leichnam verschollen? Warum steht noch keine eindeutige Todesursache fest? All diese Fragen lassen sich mit meiner Theorie erklären: Der Hausarzt musste untertauchen, um zu vertuschen, dass Michael noch lebt. Jacksons Leichnam ist verschollen, weil er gar nicht existiert. Wer lebt, hat keinen Leichnam. Aus dem selben Grund gibt es auch noch keine Todesursache, weil Michael Jackson eben doch noch nicht tot ist.

Ob ich wirklich glaube, dass Micheal Jackson noch lebt? Ich hoffe es zumindest und wünsche es ihm auch. Der gemeine Psychologe nennt das Phänomen „Projektion“. Da ich es nicht sicher weiß, hoffe ich mal einfach das Beste für ihn. Ich gönne es ihm einfach, dass er sein Lebensende in Ruhe verbringen kann ohne von Medien und Fans gehetzt zu werden. Auch der exzentrischste, neurotischtste und verrückteste Mensch auf Erden hat in meinen Augen ein Anrecht auf Ruhe, deshalb sage ich nur

Rest in Peace, dead or alive.

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